Nach dem Aufbau der Sammlung von getrennten Verpackungen in Österreich und der dadurch bedingten Auslastung österreichischer Verwerter hat sich die KRS auch aus Österreich zurückgezogen. Heute werden nur noch 10 Verwerter vorwiegend in Bayern beliefert.

In den letzten vier Jahren konnten so neue Kapazitäten von fast 16.000 t geschaffen werden. In den Verwertungsanlagen werden sogenannte Monokunststoffe (Folien, Flaschen, Becher) recycliert und zu Regranulaten bzw. Endprodukten verarbeitet. Die aus den sortierten Kunststoffen separierten Mischkunststoffe werden seit Ende 1995 von der DKR direkt in rohstoffliche Aufbereitungsanlagen überwiegend zum Einsatz in Stahlwerken verbracht. Die Systemzentrale der KRS in Ingolstadt koordiniert den täglichen Ausstoß der rund 60 Sortieranlagen und Wertstoffhöfe mit den Verarbeitungskapazitäten der Recyclingbetriebe. Zu diesem Zweck müssen permanent die sortierten Qualitäten erfaßt, kontrolliert und die Möglichkeiten der Verwertungsanlagen in Bezug auf die aktuelle Durchsatzleistung, Lagerbestände, Fremdanlieferungen und die Erfüllung strenger Auflagen überprüft werden.

Wenn dieses komplexe Zusammenspiel aller Informationen erfolgt ist, werden die Transporte veranlaßt und die Ausgangsmengen bei den Sortieranlagen bzw. Eingangsmengen in den Verwertungsbetrieben per Wiegeschein erfaßt und abgeglichen. In diesem ausgefeilten Regulierungssystem ist vor allem die schnelle Kommunikation ausschlaggebend, um eine permanente Kontrolle gewährleisten zu können.

Um zusätzlich eine hohe Transparenz zu gewährleisten ist die KRS seit Juni 1998 im Internet präsent. Über dieses Medium stehen den Verbrauchern, den Kommunen und den Partnern aktuelle Informationen über die Sammlung und Verwertung von Kunststoffen in der jeweiligen Region zur Verfügung.